Veganes Leben - Ein Leben in Verbundenheit

Ich lebe seit September 2019 vegan und möchte euch mal einen kleinen Einblick geben wie es dazu gekommen ist und wie es mir damit geht. Was dies mit der Tierfotografie zu tun hat? So einiges würde ich behaupten! Denn die meisten von uns haben Tiere zuhause, die wir über alles lieben und deren Verlust uns das Herz zerreißen würde. Wir alle lieben Tiere, jedoch werden bestimmte Tiere in diese Tierliebe einfach nicht mit einbezogen.

 

Stell dir vor du bist auf eine Feier eingeladen und es gibt ein tolles Buffet an dem du dich reichlich bedienst. Du genießt das köstliche Fleisch und fragst einen Kellner um was für ein Fleisch es sich denn handelt. „Golden Retriever“ ist seine Antwort und dir bleibt der Bissen im Halse stecken.

 

Ja ich glaube über diese Antwort wäre wohl niemand sonderlich begeistert, aber warum ist das so? Haben Hunde, Katzen & Co ein schöneres Leben verdient als alle anderen Tiere? Warum finden wir es eklig ein Haustier zu essen und bei einem saftigen Rinder-Steak läuft uns das Wasser im Mund zusammen? 

 

Ich habe mir diese Fragen schon öfter gestellt, richtig aus tiefstem Herzen erschüttert hat es mich aber erst als meine Hündin BiBi verstorben ist. Seit dem Augenblick als ihre Seele ihren Körper verlassen hat und ich diese starke Verbundenheit zu ihr spürte, konnte ich kein totes Tier mehr konsumieren. Jedes Mal wenn ich ein Stück Fleisch sehe, sehe ich BiBis leblosen Körper vor mir liegen und es läuft mir kalt den Rücken runter. 

 

Wir sind alle tief miteinander verbunden und wenn wir einmal wirklich ehrlich mit uns selber sind, möchte niemand einem anderen Lebewesen Leid zufügen. Wie kann es sein, dass andere Wesen für meinen 5-minütigen Genuss ein Leben lang (!) leiden müssen?

 

Wenn ich meinen Mitmenschen von der Entscheidung vegan zu leben erzähle bekomme ich in den meisten Fällen die gleiche Reaktion: „Das könnte ich nicht, ich mag Käse / Milch / Eier usw. einfach so gerne.“ Aber darum geht es ja gar nicht! Ich habe diese Entscheidung nicht getroffen weil ich plötzlich keine tierischen Produkte mehr mag, sondern weil ich meinen Teil dazu beitragen möchte das unglaubliche Leiden der Tiere auf dieser Erde ein winziges bisschen zu verringern.

 

Früher habe ich immer gedacht es müsste super aufwendig sein vegan zu leben und es wäre hart konsequent zu bleiben - das Gegenteil ist der Fall! Ich fühle mich mehr und mehr mit mir selbst im Reinen und habe das erste Mal wirklich Spaß in der Küche! Es ist eine komplett neue Geschmackswelt die sich mir eröffnet hat und ich liebe es neue Rezepte auszuprobieren, dabei war ich bisher nicht besonders oft in der Küche anzutreffen.

 

Das einzigst „Schwere“ (wie bei so vielen Veränderungen im Leben) ist der erste Schritt, die Entscheidung aus tiefstem Herzen zu treffen und umzusetzen egal was andere sagen, egal was du vielleicht als „normal“ kennengelernt hast. Ist die erste Hürde überwunden geht es wie von selber immer weiter auf dem Weg zu mehr Verbundenheit.